Kulturhauptstadtteil des Monats
Als wir damit begannen, die in den zwölf Linzer Kulturstadtteilen aktiven Institutionen, Vereine, Gruppen und BewohnerInnen zu Runden Tischen einzuladen, starteten wir einen Pilotversuch. Die ganze Stadt sollte aktiv das Programm der Kulturhauptstadt mitgestalten. Die Ausschreibungskriterien waren ambitioniert: Projekte in einer möglichst intensiven Dichte an Vernetzung von BewohnerInnen, Vereinen, Institutionen und Organisationen sollten entstehen. Das Thema war der eigene Stadtteil, also die gemeinsam geteilte Umgebung. Es galt, einen ganzen Monat lang jeweils einen Stadtteil zu bespielen, mit einem innovativen, charmanten und kreativen Programm.Das Experiment ist geglückt! Menschen haben sich und gemeinsame Ideen gefunden. Zwischen November 2007 und Juni 2008 erreichten uns insgesamt 42 Einreichungen. Sie stellten die jeweils für jeden Stadtteil tagenden Jurys vor lange Diskussionen und schwere Entscheidungen.
Dieser gemeinsam mit vielen Menschen in der Stadt gestaltete Prozess findet seinen vorläufigen Höhepunkt im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2009: „Kulturhauptstadtteil des Monats“ wandert neun Monate lang, im Jänner und von März bis Oktober 2009, durch Linz und zeigt, was so noch nie war und – um es als Wunsch zu formulieren – erst ein Anfang sein soll: Stadtteile erzählen sich. Machen ein Theater. Stellen sich aus. Besetzen den öffentlichen Raum. Benennen um. Und ziehen weiter.
Über die drei Stadtteile, in denen kein Projekt im Rahmen von „Kulturhauptstadtteil des Monats“ stattfinden wird, haben wir mit Hilfe der von Univ.-Prof. Dr. Ingo Mörth und seinem Team erstellten Studie „Linzer Kulturstadtteile heute“ jeweils ein kleines kulturelles Stadtteilporträt erstellt.
„Pomp und Trara“ sind natürlich auch mit dabei: So werden die Übergaben von einem Stadtteil zum nächsten entsprechend zelebriert. Der „Kunstpalast“ der „Herren Juhann und Jod“ begleitet in Form eines Wohnwagens das Geschehen und sorgt für den feierlichen Rahmen zwischen Abschied und Neubeginn.
Zudem verlegen wir im Sommer 2009 das Zentrum der Stadt(teile) in den Landschaftspark Bindermichl/Spallerhof. Das gelbe Haus namens „Bellevue – Zur schönen Aussicht“ beschäftigt sich mit Alltag und Außergewöhnlichem des Lebens in den Stadtteilen – jeweils sonntags zu Gast sind auch die Programmpunkte von „Kulturhauptstadtteil des Monats“.
Wer im Jahr 2009 nie ein Seepferdchen an der Donau oder eine Galerie auf Wäschestangen besucht hat, nicht auf der Wanderbank gesessen und auch keine Hochwasserschutzmauer besessen, kein letztes Hemd und keine Gastfreundschaft gegeben hat und vielleicht zudem nicht eine Nacht bei einem Blind Date verbrachte, hat ganz einfach Linz verpasst.
Jede/r hat ein Recht auf Stadt.
IDEE/KONZEPT//
Linz09/Tamara Schwarzmayr nach einer Idee von Ingo Mörth
PROJEKTLEITUNG//
Claudia Dworschak/Tamara Schwarzmayr/Marie-Therese Strasser
MITWIRKENDE//
Zusammenschlüsse von Vereinen, Institutionen, Gruppen und BewohnerInnen aus den Stadtteilen
DIE DREI KÖNIGINNEN: (U)TOPOGRAPHIE DER GASTFREUNDSCHAFT IN DER ALTSTADT
Januar 2009Alte Innenstadt
mehr
ONE DAY AND ONE NIGHT IN A SUBURB
März 2009Kleinmünchen, Auwiesen
mehr
WWW.QUIRIPEDIA.AT: HOMEPAGE FÜR DEN KULTURHAUPTSTADTTEIL KLEINMÜNCHEN, AUWIESEN, SCHARLINZ, SCHÖRGENHUB
März 2009Kleinmünchen, Auwiesen
mehr
INTERRELIGIÖSE UND INTERNATIONALE BEGEGNUNG MIT KUNST. DORNACH GIBT SEIN LETZTES HEMD.
April 2009Dornach-Auhof, Katzbach
mehr
VÖLKERGARTEN – GARTEN DER VIELFALT
Mai 2009Neue Innenstadt, Froschberg
mehr
ZSAMMSITZN – WIEDERAKTIVIERUNG UND BELEBUNG EINES BINDERMICHLER INNENHOFS ALS KOMMUNIKATIONSZENTRUM FÜR HOFBEWOHNERINNEN
Juni 2009Bindermichl, Spallerhof, Keferfeld-Oed
mehr
ST. PETER IST GESCHICHTE. EIN STADTTEIL LEBT (AUF)
Juni 2009Bindermichl, Spallerhof, Keferfeld-Oed
mehr
WASCHKULTUR 09 – EIN STADTTEIL WÄSCHT BUNT
Juli 2009Neue Heimat
mehr
WIE KOMMT EIN SEEPFERDCHEN AN DIE DONAU?
August 2009Urfahr-Zentrum, Pöstlingberg
mehr
1000 UND EINE GESCHICHTE AUS DEM FRANCKVIERTEL
September 2009Franckviertel, Hafenviertel
mehr
WANDERBANK
Oktober 2009Ebelsberg
mehr




