Kulturhauptstadtteil des Monats
Linz09 startete ein Pilotprojekt, als damit begonnen wurde, die in den Linzer Stadtteilen aktiven Institutionen, Vereine, Gruppen und BewohnerInnen zu Runden Tischen einzuladen,: Die ganze Stadt sollte aktiv das Programm der Kulturhauptstadt mitgestalten. Innovative Ideen wurden gesucht, die Themen der Stadt auf charmante und kreative Weise sichtbar zu machen. Das Experiment ist geglückt! KULTURHAUPTSTADTTEIL DES MONATS wanderte neun Monate lang durch Linz und zeigte, was so noch nie war und – um es als Wunsch zu formulieren – erst ein Anfang sein sollte: Stadtteile erzählten von sich. Machten Theater. Stellten sich aus. Besetzten den öffentlichen Raum. Benannten sich um und zogen weiter. Ein bisschen „Pomp und Trara“ war natürlich mit dabei: So wurden die Übergaben von einem Stadtteil zum nächsten entsprechend zelebriert. Der KUNSTPALAST, ein Wohnwagen des Künstlerduos Juhann und Jod, begleitete das Geschehen und sorgte für den feierlichen Rahmen zwischen Abschied und Neubeginn. Im Sommer 2009 wurde das Zentrum der Kulturhauptstadtteile zudem in den Landschaftspark Bindermichl/Spallerhof verlegt. Das gelbe Haus BELLEVUE beschäftigte sich dort mit Alltag und Außergewöhnlichem des Lebens in den Stadtteilen.
Die Projekte waren so vielfältig, wie die Stadtteile selbst. Einige Grundthemen haben sich aber gefunden: Was bedeutet Gastfreundschaft? Wer gestaltet den öffentlichen Raum, und wem gehört er? Und: Welche Geschichten haben wir einander zu erzählen? Zu den 120 Aktionen und Veranstaltungen kamen über 15.000 BewohnerInnen, LinzerInnen aus anderen Stadtteilen und Gäste der Kulturhauptstadt. Gewohnte Ansichten wurden durch neue Perspektiven verrückt. Ein unsichtbarer Faden zieht sich nun durch die Stadtteile - neue Bekanntschaften wurden geschlossen, neue Ideen geboren.
Wer 2009 kein Seepferdchen an der Donau gesucht, keine Galerie auf Wäschestangen besucht, nicht auf der Wanderbank gesessen, auch keine Hochwasserschutzmauer besessen, kein letztes Hemd und keine Gastfreundschaft gegeben und nicht eine einzige Nacht bei einem Blind Date verbracht hat, der oder die hat Linz ganz einfach verpasst.
WAS // Best of Stadtteile
WANN // Januar und März – Oktober 2009
www.kulturhauptstadtteil.at
IDEE / KONZEPT // Linz09/Tamara Schwarzmayr nach einer Idee von Ingo Mörth
PROJEKTLEITUNG // Claudia Dworschak/Tamara Schwarzmayr/Marie-Therese Strasser
MITWIRKENDE // Zusammenschlüsse von Vereinen, Institutionen, Gruppen und Einzelpersonen aus den Stadtteilen
Eintritt frei

Details:
Kulturhauptstadtteil des Monats – ArchivOktober 09 / Ebelsberg - Wanderbank
SAMSTAG, 24. OKTOBER 2009, 16 UHR:
Übersiedlung der Bank nach Pichling – vor der Kirche St. Paul. Konzert der Gegensätze mit „x7/9“ und dem „Fröhlichen Kreis“.
DAS PROJEKT
Eine Sitzbank geht die Wanderungsbewegungen „moderner Nomaden“ nach. Menschen siedeln sich an, lassen sich nieder, ziehen weiter, ziehen immer den neu entstehenden Wohngebieten am Stadtrand nach. Was die „Wanderbank“ erlebt, was mit ihr und an ihr geschieht, steht symbolisch für das Erleben der „wandernden“ Menschen.
Im Lauf der Zeit macht die Bank immer wieder Station, wird in Empfang genommen, gefeiert, genutzt oder ignoriert, bringt Kommunikation in Gang.
Sie reist per Traktor, mit der Straßenbahn, wird getragen und geschoben …
Sie erlebt Sitzungen, ist Ziel von Wanderungen, ist Nationalbank (26. Oktober) und Ersatzbank, empfängt Gäste (Frauenkreis Ebelsberg) und besucht Veranstaltungen (Ausstellung in Auwiesen, Piaf-Konzert in der solarCity) …
Und sie freut sich auf Ihren Besuch!
Nähere Infos und Details zum Programm bei der Pfarre Ebelsberg, Fadingerplatz 7, 4030 Linz oder unter unter:
Ein Projekt von Angelika Paulitsch, Gabriele Miglbauer, Martin Fath, Pfarre Ebelsberg; in Kooperation mit PGR Kleinmünchen, FA Kunst und Kultur Auwiesen, OKIPS, PGR Pichling
Für Speis und Trank ist bei allen Festen gesorgt! Alle Stationen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Kategorie: Stadterkundung
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